Original-Teilevertrieb: Markenübergreifende Kooperation zwischen Herstellern für Bestell- und Liefermanagement.

Original-Teilevertrieb: Markenübergreifende Kooperation zwischen Herstellern für Bestell- und Liefermanagement.

Die Markterwartungen der markenübergreifend tätigen freien Kfz-Werkstätten an ihre Teileversorger sind in den letzten Jahren signifikant gestiegen: Im Idealfall erwarten diese heute auch Orginal-Teile markenübergreifend an einer zentralen Stelle bestellen zu können und die Teile anschließend schnellstmöglich gemeinsam geliefert zu bekommen. Leistungsmaßstab sind hierbei die Angebote der IAM-Teilegroßhändler wie Trost, Stahlgruber und Matthies.

Im Vergleich hierzu stoßen die klassischen OEM-Vertragshändler durch ihre Fixierung auf eine bzw. wenige Kfz-Marken, die hohen Personalkosten für eine bedarfsgerechte telefonische Bestellannahme und die hohen Kosten, die eine bedarfsgerechte Logistik verursacht, an ihre Grenzen.

Um die Markterwartungen ihrer Kunden zu erfüllen, kooperieren folglich immer mehr klassische OEM-Vertragshändler markenübergreifend in den Bereichen Bestell- und Liefermanagement.

Beispiel: Liefermanagement über Mehrmarken-Bestellportale

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung wird auch bei den freien Kfz-Betrieben vermehrt auf Online-Einkauf gesetzt. Hierfür bieten mittlerweile immer mehr OEM-Vertragspartner ihre Original-Teile über das Online-Mehrmarken-Bestellportal partslink24 an.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Bestellen ist nun rund um die Uhr möglich. Weiterhin bietet das Portal sofortige Einsicht der kundenindividuellen Preise bis hin zur aktuellen Verfügbarkeit im jeweiligen Lager des Vertragshändlers. Außerdem bestellt die Kfz-Werkstatt innerhalb weniger Klicks direkt auch für alle anderen Marken die benötigten Original-Teile im selben Portal.

Des Weiteren wird auch die zunehmende Verknüpfung der Bestellsysteme mit den Diagnosesystemen der Hersteller weiter vorangetrieben – so sollen bei der Pflege des digitalen Servicehefts künftig die benötigten Original-Teile direkt im selben Zug online bestellt werden können.

Beispiel: Gemeinsame Logistik – Mehrmarkenkooperationen

Bereits heute verfügen OEM-Vertragshändler, welche im Geschäft mit freien Kfz-Werkstätten erfolgreich sind, über eine bedarfsgerechte Logistik. Meist werden dann die freien Werkstätten einer Region von den eigenen Lieferfahrzeugen verschiedener OEM-Vertragshändler separat beliefert. Dies führt in Summe dazu, dass freie Kfz-Werkstätten am gleichen Tag von mehreren Lieferfahrzeugen der OEM-Vertragshändler angefahren werden. Hierbei enstehen bei den verschiedenen OEM-Händlern unnötige Kosten und bei den freien Werkstätten ein erhöhter Aufwand bei der Lieferannahme.

Hieraus sind im Markt Deutschland verschiedenste individuelle Modelle von erfolgreichen Kooperationen zwischen einzelnen OEM-Vertragshändlern entstanden. Wobei hier stets folgende Fragen im Vorfeld zu klären sind:

  • Welches Gebiet soll zukünftig gemeinsam beliefert werden?
  • Wer führt die gemeinsame Logistik aus (die bisherige eigene Logistik eines Partners oder ein externer Logistiker)?
  • Wie werden die Kosten der gemeinsamen Logistik fair auf die Partner verteilt?

Bei einer Einigung auf ein gemeinsames Belieferungskonzept können die OEM-Vertragshändler bei geringeren Kosten ihr Belieferungsgebiet vergrößern und/oder eine Mehrfachbelieferung anbieten. Somit kann der eigene Kundenstamm signifikant vergrößert werden. Nur auf diesem Wege ist es für die OEM-Vertragspartner möglich, ein vergleichbares Logistikangebot, wie das des Teilegroßhandels, anbieten zu können.

Hier finden Sie weitere Informationen zu unserem Service „Field Force Management“.

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