Wasseraufbereitung von mit Hohlraumwachs durchsetztem Waschwasser in der Automobilproduktion.

Wasseraufbereitung von mit Hohlraumwachs durchsetztem Waschwasser in der Automobilproduktion.

Am Ende des Zusammenbaus eines Fahrzeugs in einem Automobilwerk durchfährt das Selbige eine Waschanlage zur abschließenden Reinigung vor der Bereitung zum Transport an den Endkunden.
Die am Ende des Lackierprozesses eingebrachte Hohlraumkonservierung ist noch nicht soweit getrocknet, als dass ein Abspülen des überschüssigen Hohlraumwachses vermieden werden kann.
Da das Wasser der jeweiligen Prozesse der Wiederverwendung zu geführt werden soll, ist eine Reinigung vorzusehen, welche das Wasser im vorliegenden Fall zu 90 % von Schmutzpartikeln befreit. Besonders die Eliminierung der Wachspartikel im Wasser stellte im vorliegenden Fall eine besondere Herausforderung dar.

Basisfiltration

Sämtliches Schmutzwasser wird in den Anlagen über Abwasserleitungen dem Sedimentationstank zugeführt. Die erste Stufe der Reinigung erfolgt mit Hilfe eines Haarfilters. Mit Hilfe von Pumpen wird das Wasser aus dem Sedimentationstank durch die Haarfilter geleitet. Dabei werden in den Haarfiltern grobe Schwebstoffe zurückgehalten.
Die nächste Reinigungsstufe erfolgt in dem Flotationsbecken. Hierbei werden die im Wasser nicht löslichen Stoffe sowie kleinere Schwebepartikel durch Zuführung von Gasblassen und einen sich in Bodennähe des Flotationsbeckens befindlichen drehenden Rotor unterstützt an die Oberfläche befördert und dort mit Hilfe eines Abscheiders dem Wasserkreislauf entzogen.
Unterstützend werden dem Wasser vor Zulauf in das Flotationsbecken Flockungsmittel beigegeben, um die Ausfällung von Waschmittel- und Waxstoffen aus dem Wasser zu beschleunigen.
An das Flotationsbecken schließt sich ein mechanischer Filter an, in welchem im Wasser verbliebene Partikel bis zu einer Größe von circa 0,1 mm zurückgehalten werden können.
Der sich anschließende Sandfilter stellt im Regelfall die letzte Stufe der Wasseraufbereitung dar. In ihm werden die Schwebeteilchen im Wasser herausgefiltert. Durch die Höhe des Sandes entsteht eine sauerstofffreie Zone. Hier siedeln sich Bakterien an, welche beispielsweise Stickstoff völlig zerlegen können. Das den Sandfilter durchlaufene Wasser besitzt eine Restverschmutzung mit Partikeln kleiner als 1 µm.

Ultrafiltration

Die im Wasser gelösten Wachspartikel besitzen jedoch eine minimale Größe von 10 nm.
Um auch diese Partikel aus dem Wasser heraus zu filtrieren, wird der Einsatz einer Ultrafiltrationsanlage notwendig. Hierbei lassen sich die makromolekulare Wachspartikeln aus dem Wasser Medium abtrennen und konzentrieren.
90 % des somit gewonnen Wasser besitzen einen Verschmutzungsgrad mit Partikeln kleines als 9 nm. Eine Wiederverwendung zur Fahrzeugreinigung war somit ausreichend gewährleistet, um Wachsflecken auf dem Lack nach dem Waschprozess ausschließen zu können.
Abschließend sei noch der Einsatz eines UV-Filters erwähnt. Die Bestrahlung des Wassers mit UV-Strahlung vermag Bakterien, Viren sowie vielerlei Sporen abzutöten.

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Christian Zöllner
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