Ist die Ladeinfrastruktur ein Treiber für mehr E-Mobilität?

Ist die Ladeinfrastruktur ein Treiber für mehr E-Mobilität?

Die Zulassungszahlen bei E-Fahrzeugen steigen. Auf der IAA 2021 konnte man sehen, dass die Automobilhersteller diesem Trend folgen und die Angebotspalette an E-Fahrzeugen wächst. Doch der Ausbau der Ladepunkte in Deutschland kann mit dieser rasanten Entwicklung nicht Schritt halten. Förderpakete sollen hier Abhilfe schaffen und den T-Wert weiter senken.

E-Mobilität jetzt und in Zukunft

Wie in einem früheren Insight Anfang diesen Jahres von uns prognostiziert (hier geht es zum Insight: https://www.mcg-gmbh.de/de/customer-business-solutions/elektromobilitaet-durchbruch-krisenjahr-ausblick-2021.php) wird die Marke für 1 Millionen verkaufter E-Autos in diesem Jahr bereits sehr früh geknackt werden. Bereits bis Juli 2021 (367.905 Neuzulassungen) wurden nahezu so viele E-Fahrzeuge verkauft wie im gesamten Jahr 2020 (394.632 Neuzulassungen). Diese Entwicklung wird laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) in den nächsten vier Jahren weiter andauern. Bis 2025 sollen 11,1 % aller Fahrzeuge in Deutschland Elektroautos sein und bis 2030 soll sich der Bestandsanteil nochmals mehr als verdoppeln.

Aktuelle Situation der Ladeinfrastruktur

Der Trend hin zum Elektroauto wird allerdings durch den schleppenden Ausbau der Ladeinfrastruktur gefährdet. In unserem oben erwähnten Insight sind wir bereits auf den T-Wert und seine Bedeutung eingegangen.
Der T-Wert stellt das Verhältnis zwischen E-Autos und Ladepunkten dar. Teilen sich zum Beispiel 10 Autos einen Ladepunkt; entspricht das einem T-Wert von 10.
Ein sinkender T-Wert ist fundamental wichtig für das nachhaltige Etablieren der E-Mobilität in unserer Gesellschaft und kann nur durch einen konsequenten Ausbau und Förderung der in Deutschland verfügbaren Ladepunkte gewährleistet werden.
Aktuell gibt es in Deutschland 21.744 Ladesäulen mit 42.388 Ladepunkten. Bezogen auf die aktuellen Neuzulassungen bei E-Autos ergibt das nach eigenen Berechnungen einen durchschnittlichen T-Wert von 17,87 (Aus Zahlen von KBA und Bundesnetzagentur) (Stand: April 2021).

Der ideale T-Wert – so definieren es die EU-Richtlinien - liegt allerdings bei 10. Aktuell hinkt der Ausbau der Ladepunkte den KFZ-Neuzulassungen deutlich hinterher. Dies bestätigt auch Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie:
"Der Ausbau der Ladeinfrastruktur auf öffentlichen Straßen nimmt Fahrt auf. Doch während pro Monat knapp 60.000 E-Pkw in Deutschland neu zugelassen werden, wächst die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nur um knapp 1.000 pro Monat. Das reicht nicht. Wir brauchen rund 2.000 neue Ladepunkte pro Monat."

Quelle: https://ecomento.de/2021/05/10/vda-oeffentliche-elektroauto-ladeinfrastruktur-waechst-zu-langsam/


Da sich das Argument der mangelnd ausgebauten Ladeinfrastruktur mittlerweile zum Hauptargument gegen die Anschaffung eines E-Autos entwickelt, steht die Förderung des Ausbaus inzwischen auch ganz oben auf der politischen Agenda.

Fördermaßnahmen

Drei Förderpakete sollen den Ausbau der Ladepunkte antreiben:

Hierbei handelt es sich in erster Linie um Fördertöpfe für Gewerbe und kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Privates Laden wird weiterhin mit bis zu 900 Euro gefördert. Am 21. Juli diesen Jahres wurde der Fördertopf um weitere 300 Mio. Euro vergrößert.
Mit Hilfe dieser Förderpakete ist ein wichtiger Impuls gesetzt, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Zukunft voranzutreiben und den T-Wert zu senken.
Ob die Ladeinfrastruktur Treiber oder Bremser der Elektromobilität ist, wird sich wohl erst in den kommenden Jahren zeigen.


Durch unsere Zusammenarbeit mit verschiedenen Charging Solution Unternehmen sind wir up-to-date. Wir beraten freie Werkstätten, Firmen im Real Estate Sektor und alle, die am Thema Ladeinfrastruktur und Ladepunkte interessiert sind zu den neusten Entwicklungen und Trends.
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung oder gehen Sie direkt auf Daniel Sedlacek (Director Customer & Business Solutions), zu.

Zu Customer & Business Solutions

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