Virtual Classroom Trainings (VCT).
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Virtual Classroom Trainings (VCT).

Mittels E-Learning können Trainingsinhalte digital einem größeren Personenkreis vermittelt werden. E-Learning ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von unterschiedlichen Trainingsformaten mit verschiedensten Schwerpunkten. Es existieren die unterschiedlichsten Untergliederungen und Begrifflichkeiten für digitale Lernmethoden. Eines der am meisten verbreiteten Formate ist das Virtual Classroom Training (VCT oder VC). Es handelt sich dabei um Live-Online-Schulungen, wobei die direkte Art der Kommunikation der entscheidende Unterschied zum klassischen E-Learning ist. Während vor der Corona-Pandemie in Deutschland eher auf klassische, nicht-digitale Methoden mit Offline-/Inhouse-Seminaren mit externem Trainer gesetzt wurde, geht der Trend seit gerau-mer Zeit in Richtung Virtual Classroom Training.

Was sind VCTs?

VCTs sind webbasierte Trainings zur digitalen und interaktiven Vermittlung von Wissen und Informationen, welche in der Regel live von einem oder mehreren Trainern begleitet werden. Beim VCT orientiert man sich am Präsenztraining, wobei die Inhalte speziell aufbereitet werden müssen bezüglich Lesbarkeit, Strukturierung etc.. Die Teilnehmerzahl ist i. d. R. unbegrenzt, jedoch leidet die Qualität bei zu vielen Teilnehmern und die Aufmerksamkeit sinkt schnell im Laufe der Veranstaltung. Es existiert eine Vielzahl von Anbietern, welche die technische Basis für ein VCT bereitstellen. Die häufigsten Anwendungsgebiete sind IT,- Sprach- und Produktschulungen.

Was sind die technischen Voraussetzungen?

Sowohl der Trainer als auch die Teilnehmer benötigen zur erfolgreichen Teilnahme an einem VCT einen eigenen Rechner, eine stabile Internetverbindung und eine ruhige Umgebung – idealerweise mit Webcam und Headset. Die Webcam ist ein wichtiger Faktor, da sie das Gefühl einer Präsenzveranstaltung schafft. Die Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden besser zugeordnet und der Trainer kann auch auf nonverbale Signale eingehen.

Spezielle technische Plattformen ermöglichen die Teilnahme an der Webkonferenz. Die bekanntesten Anbieter sind u. a. Adobe Connect, Alfaview, BlueJeans, GoTo, MS Teams, Skype for Business, vitero, Webex, Yulinc, zoom etc.. Alle bieten ähnliche Funktionen, im Detail gibt es aber große Unterschiede. Die Oberfläche für den Teilnehmer ist im Idealfall intuitiv zu bedienen. Die Trainersicht ist i. d. R. etwas komplexer, da der Trainer mehrere Steuerungsmöglichkeiten hat und interaktive Tools nutzen kann, um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer hochzuhalten. Je weniger intuitiv die Bedienung der Plattform ist, desto schneller wird die Konzentration der Teilnehmer im Verlauf der Veranstaltung sinken und desto umfangreicher muss die Einführung zu Beginn des VCTs sein.

Interaktion.

Dem Trainer stehen eine Reihe von interaktiven Möglichkeiten zur Verfügung, um die Teilnehmer zu aktivieren. Um einen größtmöglichen Erfolg zu erzielen, nutzen Sie sie abwechselnd und regelmäßig.

  • Audio: Nutzen Sie regelmäßig die Conferencing-Funktionen, sie sind die Basis aller Tools. Der Trainer muss sie aktiv pushen. Dialoge fördern das Verständnis.
  • Video: Die Webcam ist wichtig um das Gefühl der Unmittelbarkeit eines Präsenztrainings zu schaffen. Sowohl Trainer als auch Teilnehmer profitieren von einem aktiven Webcam-Einsatz.
  • Chatfunktion: Mit der Chatfunktion stellen die Teilnehmer Fragen oder kommunizieren untereinander. Plattformabhängig werden die Nachrichten der komplette Runde oder nur einzelnen Teilnehmern zugestellt.
  • Feedback-Buttons: Fragen, Zustimmung, Ablehnung oder sonstige Anliegen lassen sich durch ein Häkchen/Kreuz mit einem Klick abfragen.
  • Umfragen: Single- oder Multiple-Choice-Aufgaben oder einfache Abschätzungen dienen der Teilnehmeraktivierung. Ergebnisse können den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden.
  • Whiteboard: Dies ist ein zentrales Arbeits- und Interaktionsmedium in einem VCT, welches eine Alternative zum virtuellen Flipchart darstellt.
  • Screen-Sharing: Teilen Sie damit Ihre Anwendungen, geben Sie allen Teilnehmern Einblick in Ihre Arbeitsweise oder lassen Sie sogar die Steuerung durch andere Teilnehmer zu.

Erfolgsfaktoren.

Rezepte für ein erfolgreiches VCT gibt es viele.

Diese Grundüberlegungen führen zu einem wirksamen Training.

Konzeption.

  • Die optimale Dauer eines VCT liegt zwischen 60 und 90 Minuten. Machen Sie bei längeren Sitzungen ausreichend Pausen und planen Sie Zeit für die Umsetzung des Gelernten ein.
  • Durch das Aufteilen in kleine handliche „Häppchen" werden die Teilnehmer nicht überfordert und der Inhalt ist leichter verdaulich.
  • Bei längeren Sitzungen muss ausreichend Zeit für die persönliche Reflexion, Feedbackrunden und Gruppenrunden vorhanden sein.
  • Auch an Toiletten-/Raucherpausen muss gedacht werden. Helfen Sie den Teilnehmern, die Inhalte zu wiederholen.
  • Mit praktischen Anwendungen werden die Inhalte vertieft. Fassen Sie nach jedem Kapitel die wichtigsten Punkte zusammen.

Training.

  • Nehmen Sie vor dem eigentlichen Training Kontakt mit den Teilnehmern auf und versuchen Sie, spielerisch mit den interaktiven Möglichkeiten die Teilnehmer auf das VCT einzustimmen.
  • Verknüpfen Sie bereits durchgegangene Inhalte mit den noch ausstehenden, damit der Lernfluss nicht abreißt.
  • Setzen Sie regelmäßig unterschiedliche Aktivitäten der Interaktion für die Teilnehmer ein – sorgen Sie für Abwechslung. Immer wieder die gleiche Interaktionsform zu benutzen wird auf Dauer langweilig für die Teilnehmer.
  • Erstellen Sie Ihre Präsentation anregend und wirkungsvoll – reduzieren Sie Textelemente, da die Aufmerksamkeitsspanne geringer als im Präsenzunterricht ist.
  • Stellen Sie die Teilnehmerunterlagen oder die Aufzeichnung direkt nach dem Training als Download zur Verfügung.

Resümee.

Die Vorteile eines Virtual Classroom Trainings liegen auf der Hand: Übernachtungskosten und lange Anfahrtswege entfallen. Die Teilnehmer sowie die Trainer sind höchst flexibel und man hat sehr kurze Reaktionszeiten. Zudem erzielt man mit VCTs schnell und unkompliziert eine große Reichweite. Die Nachteile eines VCTs liegen in den begrenzten Möglichkeiten des Austausches der Teilnehmer untereinander und darin, dass ein VCT nicht auf alle Themen angewendet werden kann. Hauptkritikpunkt eines VCTs liegt darin, dass ein Stimmungsbild der Teilnehmer nur schwer möglich ist.

Trotzdem liegen digitale Lernkonzepte im Trend und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Überfordern Sie Ihre Teilnehmer nicht mit technischen Interaktionen. Nicht alle Teilnehmer sind gleich technikaffin oder können mit den digitalen Tools gleich routiniert umgehen. Achten Sie auf gute Lichtverhältnisse und sprechen Sie deutlich. Holen Sie die Teilnehmer zu Beginn inhaltlich ab und erfragen Sie deren Erwartungshaltung - eigentlich wie in einem Präsenztraining, nur eben digital. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, bleiben Sie im zeitlichen Rahmen und binden Sie die Teilnehmer aktiv ein.

Ob VCTs ein bleibender Trend oder nur ein Strohfeuer sind, muss sich erst zeigen. Im Moment haben E-Learnings einen Höhenflug aufgrund der vielen Vorteile und aus Mangel an Alternativen. E-Learnings werden sich nicht in allen Branchen und Themen sowie bei allen Altersklassen von heute auf morgen durchsetzen. Zu sehr ist man an klassische Präsenztrainings gewohnt, deren Lerneffekte i.d.R. höher sind, da die Reaktionen der Teilnehmer auf die Lerninhalte im Präsenztraining dem Trainer jederzeit die Möglichkeit geben gegenzusteuern. Auch sind bei einem VCT die Anforderungen an die Technik nicht immer gegeben bzw. die Teilnehmer nicht ausreichend geschult damit umzugehen. Das fängt mit einer nicht ausreichenden Internetverbindung an und hört beim Endgerät mit der Aktivierung des Mikros/Webcam der Teilnehmer auf. Die Mehrzahl der Teilnehmer werden ein Präsenztraining, welches von einem charismatischen Trainer durchgeführt wird, einem VCT vorziehen.

Die Zukunft wird wahrscheinlich aus einer bunten Mischung aus unterschiedlichen Formaten bestehen: diejenigen Themen, die gut online transportierbar sind, werden als E-Learning durchge-führt werden. Die aufwändigeren Themen, bei denen die Persönlichkeit und der Austausch der Teilnehmer sowie der Charakter und das Charisma eines Trainers im Fokus stehen, werden wie gewohnt als Präsenztraining angeboten werden.

Was auch immer kommt: Wir sind für alle Formate bestens aufgestellt und beraten Sie gerne!

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